04 June 2014

better late than never






This fall, my bilingual German/English poetry collection will be published by SPRUNGTURM Verlag in Cologne. It will contain recent unpublished poetry as well as fully revised, updated and freshly translated older work. I'm working on the manuscript right now and am obviously very excited. The title is still to be decided upon. I'll keep you posted.

24 March 2013

Blog Birthday

this blog turns 98 today (human age) or 6 in blog years. i haven't forgotten about it. the day will come when i will write again. when i will write about writing again. that day may even be near. i will keep you posted, creeps.

23 January 2013

Dear Editor

Via

24 October 2012

schlaggemeinschaft

lass uns anstossen auf:
dass ich dich als hämisches kind kannte
trinken wir sekt bis du mir
in den uterus lachst und
als krönung des abends
werfen wir hungrige katzen
zwischen den hochhäuserdächern
der stadt hin und her über vögel
die leblos im zaun hängen bevor
sie berglöwen werden

12 July 2012

what sylvia plath taught me

Image by Summer Pierre

She did teach me much of this, indeed.

06 December 2011

subject / eject

ich habe ein gerät aus seidenpapier
um dich her geklebt und du hast
es hat dich darin erhoben und nicht
oder doch ganz von mir fort bewegt
ich habe dir und ihm und dem gerede
über die kaskaden in das helle blau
des himmels nachgeschaut hatte der
frau und ihren besten worten mehr als
sichinluftauflösen zugetraut so stehn
und staun kann ich unendlich lang mit
nassen füssen zwischen pflanzen kann
im endlosstrom aus abschied alle denkfehler
umtanzen strudelwirbel niederstampfen habe
das gerät an dir verflucht ach hätte ich ach
hätte ich das mit der liebe bloß niemals versucht.

02 December 2011

überland

aus jeder umflatterung gezogen
die nachrichtenstrudel als klebmasse
zuckerig um das bein gedreht

mag das leben gerettet sein
zuckt es noch zuckert es rot
aus den lippen am nervenrand

kühl liegt das andere ich starr
zum einschlupf bereit nein
noch ist es nicht hergebbar

ist diese weitwegge sternfahrt
nötiger als alle marse aus
ungeduld vorfreude landung

11 November 2011

ich lese mal wieder dasselbe

und zwar bei Kreuzwort.Berlin am kommenden montag nähe ubhf schönleinstr.

hier geht es zu den details, der eintritt kostet 3€.

16 October 2011

el mecanismo de estar acá - i'll be reading on wednesday

as part of the launch of a spanish-language anthology of german activist poetry (el mecanismo de estar acá), i'll be reading at a bi-lingual german-spanish event at rumbalotte continua in berlin-mitte this coming wednesday, 19 ocotber 2011, at 8pm. the anthology was edited by los superdemokraticos and is published with milena berlin. aside from myself, nine other featured poets like alexander gumz, bert papenfuß and tom bresemann will be presenting their work. rery maldonado, translator of the poems, will be there to read them in spanish. i've never had anyone translate my poetry into spanish, so i'm super excited to hear what that sounds like! and since there's no cover charge to the event, come by if you're free.

08 September 2011

13 July 2011

Eat, pray, läster - Sinnsuche am Wörthersee

Foto: Ich gemacht, auf dem Wörthersee
Jedes Jahr nehme ich mir vor, beim Bachmannpreis nicht zu lästern. Ich möchte über niemanden herziehen, niemandem die literarische Daseinsberechtigung absprechen, niemanden aufgrund spontan erfundener Kriterien schlechtreden. Dieses Jahr scheitere ich schon am Flughafen, fünfzehn Minuten nach der Landung, und ich mache die nächsten Tage auch kaum etwas anderes, denn das Lästern endet selbst dann nicht, wenn das eigentliche Wettlesen schon längst vorbei ist. Genau genommen endet es nie: Kuriose Fälle der Vergangenheit - Vortragsweisen, vermutete Groschenromanauszüge – bleiben ohnehin im Kopf.

Jedes Jahr verpasse ich die Lesung des Siegertextes. Manchmal aus Versehen wie damals bei Tilmann Ramstedt, meistens aber absichtlich wie dieses Mal im Falle Maja Haderlap: Nach ganzen drei Sätzen ihres Textes setzte ich meine Prioritäten auf eine kalte Gurkensuppe auf dem Klagenfurter Benediktinerplatz. Und das, obwohl ich diesen Jahrgang für einen besseren als beispielsweise den letzten hielt. In aller Regel finde ich zehn von vierzehn vorgetragenen Texten schlecht, im Sinne von: wirklich überhaupt nicht gut genug. Wenn das das Beste ist, was die deutschsprachige Gegenwartsliteratur zu bieten hat, sollte man Sperrbegriffe einführen, alle Fäkalwörter zum Beispiel, deren Verwendung die AutorInnen mindestens für die nächsten zehn Jahre daran hindert, ein Buch zu publizieren, oder sie nach Amerika schicken, damit sie dort lernen, wie gute Dialoge zu schreiben sind.

Und obwohl die Juroren beteuern, stets das „Neue“ zu suchen, stellen sie doch immer nur das Alte zur Diskussion. Es gewinnt zu oft der Ich-erzählte Bericht, am liebsten aus der Perspektive eines Kindes. Aus Liebe zur Kärtner Landschaft könnte ich mit der Entscheidung, der Haderlap diesen Preis zu verleihen, vielleicht leben, aber ich bin am Freitagmorgen zu der absolut unumstößlichen Überzeugung gekommen, dass der mit Abstand beste Text des Jahres von Linus Reichlin verfasst wurde – der es damit nicht einmal auf die Shortlist geschafft hat. Trotz eines erzählerischen Talents, das die Mehrheit der Jury, mit Verlaub, erblassen lassen müsste.

Richard Kämmerlings sieht das auch so, aber vermutlich vor allem aus zu seinem aktuellen Buch passenden marketingtechnischen Gründen. Und sogar die automatische Literaturkritik der Riesenmaschine um Kathrin Passig, selbst Bachmann-Preisträgerin, hat allein anhand vorgefertigter Kriterien erkannt, wem Ruhm und Ehre gebührt hätte; manchmal sind Maschinen kluger Menschen eben doch klüger als kluge Menschen: Reichtum für Reichlin!

Die zweite große Verfehlung neben der Nichtbeachtung Reichlins war die Vernichtung der Antonia Baum, die vermutlich besser in Lumpen und mit kahl rasiertem Schädel angetreten wäre. Hübsche, talentierte junge Frauen scheinen dem Establishment noch immer so suspekt (übrigens sind dies auch Ausschlusskriterien der riesenmaschinellen Auswertung), dass der Unheilsbringer Hubert Winkels, dessen Ruf Antonia Baum gefolgt war, unter einem Donnergrollen aus Hormonstaugerüchten zusammenzucken musste. Ein mutiger Rettungsversuch der Autorin ist in der Online-Ausgabe der FAS abrufbar: Wie ich einmal vorlas.

Der Einzige, dem ich seinen Preis so richtig gönne, ist Steffen Popp, ein Lyrikerkollege aus alten Zeiten und außerdem ein wahrer Stipendiums- und Preismagnet. Trotz seines nölenden Vortrags wurde Steffen Popp der zweite Preis verliehen, der womöglich sogar besser ist als der erste. Es bleibt einem jede Menge Öffentlichkeitsarbeit erspart, und man kann sich schneller wieder ent-arrogantisieren.

Auch Thomas Klupp, der mir aus einer früheren Begegnung sehr nett in Erinnerung geblieben ist, wird sich hoffentlich von seinem Publikumspreis für einen viel zu effekthascherischen Text erholen. Neider munkeln, dass ihm diese Ehre lediglich aufgrund seiner guten Vernetzung unter Gleichaltrigen anheim gefallen sei, was das Prozedere eher zu einem Beliebtheitswettbewerb verkommen ließe. Nicht missverstehen, ich habe sein Debüt Paradiso wirklich sehr gerne gelesen. Warum nur immer diese lachergeile Ficken-Fotze-Kotze-Parabel, die heutzutage nicht nur alle Lesebühnen-, sondern auch alle Coming of Age-Texte ruiniert wie eine einzige Diddl-Maus eine komplette Wohnungseinrichtung?

In der Tat ist Lästern das A und O einer Veranstaltung wie derjenigen in Klagenfurt. Ohne Lästerei keine Jury-Besprechungen, keine journalistischen Kommentare wie dieser, keine Konkurrenz. Selten gibt es Gelegenheit, mit so vielen Experten dieselben Texte zu diskutieren, und noch seltener ist zu erwarten, dass alle Beteiligten dabei einer Meinung sind. Der Sinn einer solchen Veranstaltung kann daher nicht sein, zarte kreative Seelen in Watte zu packen, sondern liegt im Gegenteil darin, das sich selbst erhaltende System aus Autoren, Juroren, Verlegern und Agenten in Frage zu stellen. Und zwar mit Menschen und Texten, die zum Lästern so was von einladen – aus welchen Gründen auch immer.

10 April 2011

vorankündigung: ohne poem keine competition!

ich hab's versprochen, und es gibt geld: schreib ein gedicht, in dem das wort "park" vorkommt und lies es am 17. april im berliner prenzlauer berg. vielleicht klatschen die leute bei dir am lautesten, dann gibt's 50€. ich kann leider nicht an dem abend, wir kriegen nämlich ne katze. (oder ich komm spontan doch?) mehr infos hier.

02 April 2011

relaunch poetenladen

keine neuigkeit mehr, optisch aber dennoch interessant: der poetenladen vor und nach dem relaunch. leider habe ich keinen screenshot mehr von der startseite, aber man kann es sich hoffentlich in etwa vorstellen. alt oben, neu unten.


24 March 2011

happy 4th birthday, WOAW


WOAW turns four today. that makes me happy, even though i haven't been spending much time here lately. a lot of my attention has been devoted to girls can blog, probably because it's less of a niche product and more of an allround good cause.

obviously, the downside of occupying myself mostly with gcb is that the better part of my creative energy is dedicated to "digital social work" as opposed to poetry. it's a typical dilemma known to writers: i love doing x [i.e. painting], but if i do too much of it, there'll be no juices left for writing. most of us choose less x and more writing.

with gcb, most of the work to be done, though, is writing: posts, emails, comments. proper blogging also involves a fair bit of reading. i love it. yet while i have received great support and appreciation of what i have accomplished with gcb, i also get frequent questions regarding the lack of new material of both prose and poetry. i have been asked why my novella hasn't been published in spite of good reviews, nor a poetry collection with any of the usual publishers, and why i haven't devoted more time and effort to get either.

first easy answer: because i can't have my finger in every pie. i like where i'm at right now with gcb. second, more difficult answer: because i would rather keep my poetry to myself than be on the knocker and beg people to print it!

i have undertaken one sole attempt when a friend of mine alerted me to the fact that her publisher was looking for female poets especially. i emailed the person in charge and asked whether that was true. needless to say, i never received an answer and have thus decided that that was that.

with WOAW around for four years now, i am fairly positive that plenty of people in positions to publish a poet's work are aware of what i do. by now, many of them know my writing. event organizers and editors alike. if they decide to ignore me, so be it. i am over mailing in poems to magazines that publish only work of people their editors have slept with (and trust me, turnover is high!). but i do accept that these are the rules of the game; maybe not so much the sex, but the ass-kissing for sure. i am sorry to say that i have lost interest in what used to be the soul of this blog: my curiosity about up and coming german poets, especially those of berlin. in my opinion, most current poetry has become interchangeable and obsolete, save a few glorious exceptions, so i have stopped working for that crowd's acceptance. i have stopped reading their work. i have stopped going to readings.

you might think i'm jealous. well, i have never been the jealous type. naturally, i, too, would like to see my novella in print or have my own poetry collection, which poet wouldn't? but not at the price of dignity and boredom. 

throughout this recent development, WOAW has remained to be my loyal, patient companion. as have my readers. like last year, the year before, and the year before that, i'd like to thank each and every single one of you for stopping by or following my RSS feed.*

to your loyalty and our next years together!
thanks. annina

* if you wonder what an RSS feed might be, try this explanation.

18 March 2011

13 March 2011

BOOKS bags: kurt, astrid & max

kurt
max
astrid
das sind die neuen WOAW BKS-bags max, kurt & astrid. ihr design und ihre preise sind angelehnt an die Euch vielleicht schon bekannten GCB BLOGS bags. der bestellvorgang ist einfach: email mit modellwunsch und adresse an wordsonawatch[at]gmail[dot]com. die beutel kosten 10,50€ pro stück, dazu kommen porto und versand (innerhalb deutschlands 2,25€, EU 3,45€). wer in berlin wohnt oder auf die re:publica 2011 kommt, kann sich die taschen auch persönlich übergeben lassen und ein paar taler sparen. und wer seine lieblingsfarbkombination nicht entdeckt, kann mir sonderwünsche gerne zukommen lassen - vielleicht designt susanne ja ein weiteres modell?*

benannt sind die taschen übrigens nach astrid lindgren, kurt vonnegut und max frisch, die allesamt bücher geschrieben haben, die ich sehr schätze.

* so bereits geschehen bei magda, die wir der bloggerin magda albrecht zu verdanken haben.

12 March 2011

lyrikerin im tv

monika rinck musste durfte für die ZEIT ein auftragsgedicht über guttenberg schreiben und das dann noch wie eine doktorarbeit im morgenmagazin verteidigen. das publikum nickt, wenn ich richtig sehe, nur da, wo gott ins spiel kommt. (obwohl mona ungewöhnlich langsam und verständlich spricht.)

die fragen des moderators sind übrigens nicht, wie auf der facebook seite von kookbooks moniert, bescheuert, sondern berechtigt: nicht nur ihr gedicht, auch eine dichterin wird sich dem kontext entsprechend verändern, in dem sie veröffentlicht wird. für's verständnis, aber auch für's geld, das es in solchen fällen ausnahmsweise gibt.

07 March 2011

gierstabil

 katharina schultens (die mit den texten über den berlin verlag und die geschlechter in der lyrik) hat es wieder getan:

ihr druckfrischer lyrikband gierstabil, ein "suchendes fegen in scherben", ist demnächst bei luxbooks für teuer geld - in worten zwanzig zacken - käuflich.

empfehlenswert, weil: grundoriginell.
außerdem ist katharina eine kluge frau.

28 February 2011

the un-victim

guernica has a long interview with arundhati roy. it looks very interesting, i've added it to my list of things to read as soon as i find the time.

26 February 2011